Chantal und ich werden relativ gleichzeitig wach und sind beide nach einem Blick aus dem Fenster hochgradig bedient – es schifft wie aus Eimern. Chantal greift zur Minibar und gönnt sich erst mal sein Sonnenaufgangsbier. Passend zum Wetter geht’s mir heute irgendwie Scheiße und ich glaube, dass ich nicht mal Alkohol zu mir nehmen kann.
Beim Frühstück, das bei mir nur aus Kaffee besteht, sind alle etwas depressiv und leicht angenervt aufgrund des Wetters. Unseren Ausflug zu Elvis können wir heute auch vergessen. Uta schreibt Thümmi eine SMS und sagt ihm ab.
Uta und Anke beschließen kurzer Hand nach Puerto Plata zu fahren um sich dort das Bernsteinmuseum anzuschauen und sicherlich auch nebenbei einheimische Langschwanzmännchen zu betrachten.
Mööö und Moni gehen völlig deprimiert gleich wieder auf ihr Zimmer und Chantal, Entchen und ich spielen mal wieder Karten an der Poolbar. Da sich mein Durst sehr in Grenzen hält und Karten spielen mir nach einer Weile auch auf den Kranz geht, gehe ich auch aufs Zimmer und lasse Chantal und Entchen, die schon wieder einen erstaunlichen Durst entwickelt haben allein zurück. Aus Langeweile gehe ich erst mal aufs Klo und zappe mich danach durch das Fernsehprogramm, was sich allerdings ohne Fernbedienung als sehr mühsam erweist und mich dermaßen anstrengt, dass ich einschlafe.
Als ich gegen 16:00 Uhr wieder wach werde läuft im Fernsehen gerade Frauengolf, eine Sportart die mich augenblicklich so fesselt, dass ich nach 5 Minuten aufstehe und zur Bar gehe. Chantal und Entchen sitzen unverändert auf den gleichen Plätzen und besonders Entchen hat die Abwesenheit von Uta wieder schamlos ausgenutzt und sich schon wieder komplett verzaubert. Ich kann noch immer keinen Alkohol zu mir nehmen und bewundere Entchen, der pausenlos Dünnschiss erzählt. Kurz nach mir tauchen auch Uta und Anke wieder auf. Uta nimmt Entchens Zustand diesmal recht gelassen hin und die beiden erzählen erst mal ihre heutigen Erlebnisse.
Während die anderen Essen gehen, wollen Uta, Entchen, Chantal und ich noch mal ins Plaza um Geld zu tauschen und Zigaretten zu holen. Sofort als wir ankommen rennt Entchen in den ersten Laden und führt interessante Verkaufsgespräche mit völlig verständnislosen einheimischen Verkäuferinnen. Uta ist völlig genervt und versucht ihn ständig wegzuzerren was zu einer leichten Verstimmung führt und Entchen irgendwann weg ist. Ich schlendere mit Chantal noch ein weinig durch einige Läden als wir in der unteren Etage plötzlich Entchen wieder sehen. Nach mehrmaligen Rufen nimmt er uns auch wahr und wir gehen zurück zum Hotel. Ich fühle mich völlig außer Form und gehe gleich ins Zimmer. Im Sportprogramm läuft außer Frauengolf jetzt auch noch zu allem Überfluss Frauen Poolbillard. Gott sei Dank finde ich kurz darauf einen Sender in dem ein Bruce Willis Film in Spanischer Sprache und zusätzlich Spanischen Untertiteln läuft. Gegen zehn Uhr klopft es an die Zimmertür und als ich öffne steht Entchen schwankend mit zwei Drinks in der Hand vor mir. Gerührt von soviel Fürsorge lasse ich ihn herein und wir setzen uns auf den Balkon. Er überredet mich doch noch mal mit an die Bar zu kommen. Ich trinke ein Glas „White Vine“ und zwei Mamajuana und bin danach endgültig bettlägerig.

 

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